Sterne des Sports

1.) Initiatoren des Wettbewerbs
2.) Inhalt des Wettbewerbs
3.) Systematik des Wettbewerbs
4.) Ausschreibung des Wettbewerbs
5.) Teilnahmeberechtigte Vereine
6.) Bewerbung von Vereinen
7.) Ablehnung von Bewerbungen
8.) Bewertung der Bewerbungen
9.) Zusammensetzung der Jury, Mitwirkungsverbot
10.) Preisverleihung
11.) Weitergabe des Siegers auf die nächste Ebene
12.) Sonderfälle
13.) Schlussbestimmungen

 

1.) Initiatoren des Wettbewerbs

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes e.V. (DOSB) und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR). Bei ihrer Arbeit sowie bei der Durchführung des Wettbewerbs werden beide Organisationen unterstützt

  • auf Ebene der Bundesländer („Silberebene“) durch die Landessportbünde / Landessportverbände (LSB) und die genossenschaftlichen Prüfungsverbände / Marketingeinrichtungen,
  • auf lokaler Ebene („Bronzeebene“) durch die jeweiligen Untergliederungen des organisierten Sports (z. B. Kreis- und Stadtsportbünde) und die teilnehmenden Volksbanken Raiffeisenbanken.

2.) Inhalt des Wettbewerbs

Der Wettbewerb würdigt das gesellschaftspolitisch wirksame Leistungsspektrum von Sportvereinen und deren besonderes ehrenamtliches Engagement. Er zeichnet entsprechende Tätigkeiten und Projekte aus, die beispielsweise einem der folgenden Themenfelder zugeordnet sein können:

  • Bildung und Qualifikation
  • Ehrenamtsförderung
  • Familie
  • Gesundheit und Prävention
  • Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Integration und Inklusion
  • Kinder und Jugend
  • Klima-, Natur- und Umweltschutz
  • Leistungsmotivation
  • Senioren
  • Vereinsmanagement

Das auszuzeichnende Engagement kann sich sowohl aus dem regulären Vereinsprogramm ergeben, als auch aus einem langfristigen bzw. auf Dauer angelegten besonderen Projekt.

3.) Systematik des Wettbewerbs

Der Wettbewerb, den die Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem DOSB seit 2004 ausschreiben, geht über drei Stufen:

Bronze

Auf der lokalen Ebene schreiben die Volksbanken und Raiffeisenbanken die „Sterne des Sports“ in Bronze aus. Sie versuchen möglichst viele Sportvereine aus der Region zu motivieren, sich für die „Sterne des Sports“ zu bewerben.

Wer hier nicht mitmacht, hat auch auf den folgenden Ebenen keine Chance mehr am Wettbewerb teilzunehmen. Eine Jury bewertet alle eingegangenen Bewerbungen und wählt daraus den Gewinner. Dieser wird mit dem „Großen Stern des Sports“ in Bronze ausgezeichnet, verbunden mit einer Geldprämie von ca. 1.500 Euro. Mit dem ersten Platz hat sich dieser Sportverein automatisch für das Landesfinale um die „Sterne des Sports“ in Silber qualifiziert.

Silber

Auf der Landesebene, für die die Genossenschaftsverbände zusammen mit den Landessportbünden die organisatorische Verantwortung tragen, konkurrieren alle Bronzesieger aus einem Genossenschaftsgebiet um den „Großen Stern des Sports“ in Silber.

Die Auszeichnung ist in der Regel mit 2.500 Euro dotiert. Auf dieser Ebene entscheidet eine weitere kompetente Jury über die Reihenfolge. Wer sich hier durchsetzt, hat als Landessieger den Sprung ins Bundesfinale um die „Sterne des Sports“ in Gold geschafft.

Gold

Aus allen Landessiegern wird von einer Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Medien und des Deutschen Städtetages – der Bundessieger gewählt.

Dieser wird bei einer feierlichen Preisverleihung auf Bundesebene mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold geehrt und kann sich auf ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen. Die Verantwortung für das Bundesfinale liegt beim BVR und dem DOSB. In den vergangenen Jahren haben bei den „Sternen des Sports“ in Gold abwechselnd die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Auszeichnungen persönlich an alle Finalisten überreicht.

Auf allen drei Wettbewerbsebenen können, über den jeweiligen „Großen Stern des Sports“ hinaus, weitere, kleine „Sterne des Sports“ vergeben werden.

4.) Ausschreibung des Wettbewerbs

Der BVR informiert alle Volksbanken Raiffeisenbanken über den Start des neuen Wettbewerbs mittels Rundschreiben. Banken, die den Wettbewerb in ihrer Region ausschreiben möchten, melden ihre Teilnahme vor Ausschreibung im BVR-Extranet unter Vertrieb > Öffentlichkeitsarbeit > „Sterne des Sports“ 2015 > Anmeldung verbindlich an. Voraussetzung für die Teilnahme von Banken ist

  • die Mitgliedschaft im BVR bzw. in einem der genossenschaftlichen Prüfungsverbände,
  • die verbindliche Anmeldung der Teilnahme beim BVR und
  • die damit verbundene Anerkennung dieser Wettbewerbsregularien einschließlich des Zeitplanes für alle Beteiligten, der als Anlage beigefügt ist und jährlich angepasst wird.

Die für die Ausschreibung erforderlichen Unterlagen und Materialien (zum Beispiel Informationen für interessierte Vereine, Bewerbungsbogen) können teilnehmende Banken über den DG VERLAG beziehen oder im BVR-Extranet sowie unter http://www.sterne-des-sports.de herunterladen.

5.) Teilnahmeberechtigte Vereine

Teilnehmen können alle unter dem Dach des DOSB organisierten Sportvereine, also alle Sportvereine, die Mitglied von Landessportbünden, Spitzenverbänden oder Sportverbänden mit besonderen Aufgaben sind. Es ist nicht erforderlich, dass der Verein bereits Kunde der Bank ist, bei der er sich bewirbt.

6.) Bewerbung von Vereinen

Vereine, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und an dem Wettbewerb teilnehmen möchten, bewerben sich schriftlich mittels des offiziellen Bewerbungsbogens bei der ausschreibenden Volksbank Raiffeisenbank, in deren Geschäftsgebiet der Verein seinen satzungsmäßigen Sitz hat. Der Bewerbung sind Belege und weitere Informationen (zum Beispiel Konzepte, Beschreibungen, Presseartikel) beizufügen, soweit diese die Bewerbung betreffen.

Der Verein kann sich mit einem Engagement wiederholt bewerben, soweit nicht das Engagement in dieser Form (unverändert) bereits im Vorjahr auf Bronzeebene als Sieger ausgezeichnet wurde.

Sofern die Volksbank Raiffeisenbank, in deren Geschäftsgebiet der Verein seinen satzungsmäßigen Sitz hat, den Wettbewerb nicht ausschreibt oder die Bewerbung des Vereins nicht entgegennimmt, kann der Verein seine Bewerbung beim für die Region zuständigen genossenschaftlichen Prüfungsverband / bei der für die Region zuständigen Marketingeinrichtung einreichen („Findelkindregelung“). Die Information hierzu findet der Verein unter www.sterne-des-sports.de und in den Bewerbungsunterlagen.

Den offiziellen Bewerbungsbogen finden Sie hier.

7.) Ablehnung von Bewerbungen

Eingereichte Bewerbungen werden abgelehnt, wenn

  • der Verein die Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt,
  • die Bewerbung nicht schriftlich mit dem offiziellen Bewerbungsbogen erfolgt ist,
  • die Bewerbungsfrist abgelaufen ist oder
  • die Bewerbung ein Engagement betrifft, für welches der Verein in dieser Form (unverändert) bereits im Vorjahr auf Bronzeebene als Sieger ausgezeichnet wurde.

8.) Bewertung der Bewerbungen

Nach dem Ende der Bewerbungsfrist werden alle angenommenen Bewerbungen von einer Jury bewertet. Für die Organisation und Durchführung der Jurysitzung sind die Partner der jeweiligen Ebene gemeinsam verantwortlich. Dabei werden die Bewertungskriterien angewendet, die von DOSB und BVR bundesweit einheitlich zur Verfügung gestellt werden. Für die Wahl des Termins der Jurysitzung wird empfohlen, den Zeitplan des Wettbewerbs zu beachten.

9.) Zusammensetzung der Jury, Mitwirkungsverbot

Die Jury wird mindestens gebildet aus

  • jeweils einem Vertreter beider Partner und
  • einer weiteren, nicht einem der beiden Partner zugehörigen Person.

Die Jury kann beliebig erweitert werden, wobei aus Gründen der Objektivität und Transparenz neutralen, also nicht einem der beiden Partner zugehörigen Personen der Vorzug zu geben ist. Pro Jurymitglied ist nur eine Stimme zulässig. Die Gesamtzahl der Jurymitglieder sollte ungerade sein.

Jurymitglied kann nicht sein,

  • wer Mitglied eines sich um die Auszeichnung bewerbenden Vereins ist oder
  • wer bereits Mitglied einer Jury auf vorheriger Ebene gewesen ist.

10.) Preisverleihung

Für die Organisation und Durchführung der Preisverleihung sind die Partner der jeweiligen Ebene gemeinsam verantwortlich. Die Festlegung von Ort und Gestaltung der Preisverleihung bleibt den Partnern überlassen. Für die Festlegung des Termins auf Bronzeebene wird empfohlen, den Zeitplan des Wettbewerbs zu berücksichtigen, für die Festlegung des Termins auf Silberebene ist die Frist aus dem Zeitplan des Wettbewerbs maßgeblich.

Konstitutiver Bestandteil der Preisverleihung ist die Übergabe des „Großen Stern des Sports“ der betreffenden Ebene an den Sieger.

11.) Weitergabe des Siegers auf die nächste Ebene

Für die Weitergabe des Gewinners eines „Großen Stern des Sports“ auf die nächste Ebene ist die teilnehmende Bank (Bronzeebene) bzw. der zuständige genossenschaftliche Prüfungsverband / die zuständige Marketingeinrichtung (Silberebene) verantwortlich. Hierbei sind die verpflichtenden Fristen des Zeitplans zu beachten. Eine kurze Begründung der Jury für die Wahl des Gewinners sollte der Weitergabe beigefügt werden. Das weitere Vorgehen auf der nächsten Ebene folgt den oben festgelegten Regularien (Nummern 8 bis 11).

12.) Sonderfälle

  • Umgang mit „Findelkindern“ (Nr. 6 Absatz 3)
    Genossenschaftliche Prüfungsverbände / Marketingeinrichtungen, die Bewerbungen von „Findelkindern“ entgegennehmen, versuchen zunächst, für diese Vereine in unmittelbarer Nähe zum Sitz des Vereins teilnehmende Banken zu finden („Patenbank“). In diesem Fall ist die Bewerbung an die Patenbank weiterzuleiten. Ist dies nicht möglich, ersetzt der genossenschaftliche Prüfungsverband / die Marketingeinrichtung die Bronzeebene durch eigenes Handeln, in dem eine Jury zunächst aus allen „Findelkindern“ die beste Bewerbung kürt und mit einem „Großen Stern des Sports“ in Bronze auszeichnet, bevor dieser Verein als Bronzesieger an die Silberjury weitergegeben wird. Das Doppelmitwirkungsverbot aus Nr. 9 Absatz 3 Alternative 2 gilt in diesem Fall nicht.
  • regionale Arbeitsgemeinschaften teilnehmender Banken
    Beim Zusammenschluss mehrerer Banken zu einer regionalen Arbeitsgemeinschaft, die den Wettbewerb gemeinsam ausschreibt und auf Bronzeebene durchführt, kann jede der teilnehmenden Banken einen „Großer Stern des Sports“ in Bronze vergeben. Zur Teilnahme beim BVR anmelden müssen sich jedoch alle Banken einzeln und ggf. dabei einen gemeinsamen Ansprechpartner benennen.
  • Landkreis- und bundeslandübergreifende Geschäftsgebiete teilnehmender Banken
    Banken, die landkreis- oder bundeslandübergreifende Geschäftsgebiete haben, können von dem Grundsatz, dass eine teilnehmende Bank nur einen „Großen Stern des Sports“ in Bronze vergeben darf, mit Zustimmung von DOSB und BVR abweichen.
  • Banken in den Ländern Berlin, Bremen und Hamburg
    In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ergibt sich die Gliederung der Bronzeebene durch das jeweilige Geschäftsgebiet der dort tätigen Banken. Ist im gesamten Bundesland nur eine Bank tätig, kann die Bank die Bronzeebene in Abstimmung mit dem zuständigen LSB und DOSB/BVR gliedern.

13.) Schlussbestimmungen

Für alle Fragen im Zusammenhang mit der Durchführung des Wettbewerbs können der DOSB und der BVR sowie die von ihm hierfür Beauftragten angesprochen werden. Über alle vorgelegten Fragen entscheiden DOSB und BVR ausschließlich und abschließend. Beide Partner setzen hierfür eine Projektleitung ein.

Diese behält sich vor, Vereine oder Banken, die ohne vorherige Zustimmung gegen diese Wettbewerbsregularien verstoßen, unter Ausübung eigenen Ermessens und unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit aus dem laufenden Wettbewerb auszuschließen. Der Ausschluss erfolgt nicht ohne vorherige Rücksprache mit dem zuständigen Landessportbund / Landessportverband bzw. dem zuständigen genossenschaftlichen Prüfungsverband / der zuständigen Marketingeinrichtung.

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Die Wettbewerbsregularien der „Sterne des Sports“ können Sie sich hier auch als PDF downloaden: